| Aber wer könnte dieses Jahr
den Bericht schreiben? Mal überlegen. Vielleicht Hudson? Na klar!
Erzählen kann der ja ohne Ende. Zwar müssen wir dann die Seitenzahl
dieser Ausgabe etwas erhöhen (verdoppeln würde vielleicht schon
ausreichen), aber leider war Hudson zu sehr mit der Verbreitung von
Radio FFN (ein privater norddeutscher Rundfunksender) beschäftigt, als
das er in der Lage wäre, einen umfaßenden Bericht zu schreiben. Dafür
kennt man Brettermeier und "So sieht das aus" jetzt auch in
Dänemark und dem Rest von Deutschland. Ich hoffe nur, daß unsere
Freunde aus Kopenhagen nicht verzweifelt "the man with the gørk
(Gurke) suchen. Apropos
Dänemark. Zu diesem Thema könnte Alex etwas schreiben. Zu diesem Thema
könnte Alex etwas schreiben. Immerhin spielte auch er für das
Herrenteam aus St. Annæ. Dieses war nämlich stark dezimiert angereist
(nur 3 Spieler, davon einer mit Knieverletzung) und so war es
Ehrensache, daß wir mit einigen Spielern aushalfen. Nachdem Andreas,
Guido und ich selbst in den ersten beiden Spielen als "Dänen"
auftraten, gaben Alex, Nobby und Norbert im letzten Spiel Alles, um
einen Sieg zu erkämpfen. Aber der Gegner war einfach zu stark. Somit
schieden auch die Dänen mit drei Niederlagen aus dem Turnier aus. Ich
hatte wohl noch nicht erwähnt, daß wir alle drei Spiele verloren. Aber
wen interessiert das schon? Also: Pssst! Nach dem Spiel war Alex völlig
fertig. Die letzten drei Fastbreaks in Folge hatten das Letzte aus ihm
herausgeholt. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, am Tag der Abreise
noch beim Spielchen gegen die Däninnen und Dänen mitzuwirken.
Regenpfützen auf dem Platz ließen zwar so manches Powerdribbling unter
dem Korb zur Lachnummer werden, und der rechte Flügel, soweit er
wasserfeste Schuhe trug, hatte sehr viel Freiraum, doch wir bekamen eine
Menge Spaß und dabei immer längere Arme, da der Ball bei jedem
Bodenkontakt schwerer wurde. Unser 2. Freundschaftsspiel verpaßte Alex
jedoch, so daß er als Artikelautor ebenfalls nicht über die
notwendigen Informationen verfügt. Beim
Stichwort 2. Freundschaftsspiel fällt mir jedoch gleich unser "non
playing" Captain Nicole ein. In einem Zeugnis würde es heißen:
Sie erfüllte die ihr übertragenen Repräsentationsaufgaben zu unserer
vollsten Zufriedenheit. Beim Freundschaftsspiel gegen die Jungs aus
Magdeburg schürrte auch sie schließlich das erste Mal die
Basketballschuhe. Scheinbar ist ihr das Niveau unterhalb der 2.
Bundesliga zu primitiv um dort selber zu spielen. Im Spiel gegen die
Magdeburger lief sie zur Höchstform auf und versetzte eins ums andere
Mal ihre Gegenspieler. Am Tag
zuvor waren sie und Heike mit den Magdeburgern in Barcelona. Uns
erreichten von dieser Fahrt nur einige Horrorstories und so möchten wir
auf eine ausführliche Berichterstattung an dieser Stelle verzichten. Wenn
es um das "Nightlife" von Malgrat geht, kann nur Guido einen
umfaßenden Bericht liefern. Er war der einzige, der jeden (oder
zumindest fast jeden) Abend im "Glass" zu finden war. Somit
ist er der einzige der uns berichten könnte, welche Techno-Hits denn
dieses Jahr aktuell waren. Leider hatte das "Moustache" nach
der Enttäuschung vom letzten Jahr dieses Jahr nicht den Weg auf den
rechten Pfad zurückgefunden. Es war eher noch schlimmer geworden. Nur
gut, daß es gegenüber die "Goldmine" gab. Hier konnte man
zumindest in Ruhe EM-Fußball schauen und nachher eine
English-Irish-Danish-German-Party feiern. Da Guido jedoch der einzige
ist, der etwas über den "Sangria-Stiefel-Absturz" am
Endspielabend berichten kann, erhält er vom Reiseleiter Schreibverbot. Diese
"Hard Rock Bar" erlangt langsam eine Schlüsselstellung bei
unseren Malgrat-Fahrten. War sie im letztne Jahr noch Ausgangspunkt des
einzigen geschlossen gefeierten Abends, so verzückte sie uns in diesem
Jahr durch die Anwesenheit Louis, unserem Freund aus dem
"Moustache" der guten alten Zeit. Später hat er mir dann
verraten, daß er nächstes Jahr vielleicht im Santa Susana Park
arbeiten wird. Ich bin sicher, daß wir dann gar nicht mehr von der
Strandbar wegkommen werden. Wenn
die Bars und Discos nur Techno und Heavy spielen können, ziehen wir uns
halt an den Strand zurück. Von dieser Beach-Party könnte am besten
derjenige berichten, der sie veranstaltet hat. Glücklicherweise hat
Andreas ja immer so Geburtstag, daß wir zumindest einen
"ehrlichen" Grund zum Feiern haben. Mit
"Beachblaster" und diversen gefüllten Glasgefäßen
ausgestattet belagerten wir den Strand und genossen das Meer, die
Sterne, die Lichter am Horizont, das leise Rauschen der Wellen und das
Gehupe Hunderter Barca-Fans, die den Meistertitel ihrer Mannschaft
feierten und die Strandpromenade hinauf und hinunter fuhren. Leider
machte auch Andreas von der ihm zustehenden Auszeit Gebrauch und
entällt somit auch als potenzieller Artikelautor. Aber
warum muß man eigentlich immer einen Bericht schreiben? Ein Comic wäre
doch genauso gut. Also ist Zeichentalent gefragt. Was auf T-Shirts geht,
muß doch auch auf Papier machbar sein, nicht wahr, Kirsten. Aber ich
muß ja zugeben, daß die Idee mit dem Comic vielleicht doch nicht die
tollste ist. Schreiben geht da wohl doch um einiges schneller. Aber
es gibt ja auch noch Fotos. Genau Norbert, du bist unser Artikelautor.
Wenn du schon die Bilder hast, kannst du auch gleich ein bißchen Text
dazu schreiben. Und in den Zeiten des "Outings" könntest du
ja auch gleich das Geheimnis um die rote Tashe lüften. War es
vielleicht eine unsichtbare Kette, die sie mit deinem Handgelenk
verband? Aber ich merk,
irgendwie klappt das dieses Jahr nicht mit dem Artikel. Es ist einfach
keiner da, der ihn schreiben könnte. Auch nicht die beiden Holländer,
die erneut das obligatorische Abschiedsessen beim Holländer verpaßten,
da sie, gerufen von Arbeit und Familie, bereits am Mittwoch abreisten.
Und bei diesem "Wir-schmeißen-den-Rest-Peseten-zusammen-
du-tischst-auf-Essen" stärkten wir uns auch diesmal wieder bis zum
Kugeln für die Heimfahrt im Highway-Shuttle. Die
allerletzte Hoffnung, doch noch zu einem Artikel zu kommen, ruhen damit
auf Heike. Als passives Vereinsmitglied nahm sie seit längerem wieder
einmal aktiv am Vereinsleben teil. Aber wenn ich mich an die Rückfahrt
erinnere, als sie eifrig in ihrer italienischen Grammatik und dem
zugehörigen Wörterbuch las, muß ich doch die Befürchtungen äußern,
daß vielleicht nicht alle Leser des Italienischen mächtig sind. Und
die Mittel für eine Übersetzung können wir zur Zeit aufgrund der
angespannten Haushaltslage nicht bereitstellen. Damit
gibt es dieses Jahr keinen Artikel, aber falls sich die Haushaltslage
etwas entspannt, sind wir vielleicht im nächsten Jahr in der Lage,
einen Korrespondenten nach Spanien zu entsenden, der uns dann einen
umfaßenden Bericht liefern kann. Dirk
(aus: Panther News 1992) |